Seminare 2021/2022


2021


PÄD18 21 Früherkennung und Prävention schulischer Lernstörungen bei Kindern in der Ergotherapie (9 UE)
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Lernstörungen haben weitreichende Folgen für die schulische, berufliche, emotionale und soziale Entwicklung der betroffenen Kinder. Da die Wurzeln von Lernstörungen oft schon im Vorschulalter zu suchen und zu finden sind, ist ein möglichst frühzeitiges Erkennen von Entwicklungsrisiken bereits in diesem Zeitabschnitt, spätestens zum Schulbeginn, von großer Relevanz. Von besonderem Interesse ist dabei die Erfassung und Förderung von Vorläuferfertigkeiten, die für den Erwerb von Lese- Rechtschreib- und Rechenkompetenzen grundlegend sind.
Viele der in der Ergotherapie behandelten Kinder weisen eine hohe Anzahl von Risikofaktoren für spätere schulische Lernstörungen auf ("Soft Signs"). ErgotherapeutInnen sind daher prädestiniert dafür, mit Vorschulkindern im Bereich Prävention von späteren Lernstörungen zu arbeiten. Zudem werden vermehrt Kinder im Vorschulalter mit dem Auftrag "Fit machen für die Schule" in die Praxen überwiesen.

Themen des Kurses:

  • Spezifische Basiskompetenzen des Lesens, Rechtschreibens und Rechnens bei Kindern im Vorschulalter anhand des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstandes
  • Darstellung der Risikofaktoren für schulische Lernstörungen im Vorschulalter: "Soft Signs", unspezifische, spezifische Prädiktoren
  • Möglichkeiten der Befundung/Testung von Vorläuferfertigkeiten des Lesens, Rechtschreibens und Rechnens
  • Befundung der mathematischen Vorläuferfähigkeiten mit einem, in Zusammenarbeit mit Dr. Barth, erstellten Screening (wird den TN nach dem Kurs zugemailt)
  • Präventive Möglichkeiten und Ansätze zur Verhinderung späterer Lernstörungen innerhalb der pädiatrischen Ergotherapie
Praktische Erprobung von entsprechenden Behandlungssequenzen und Filmbeispiele vertiefen die Seminarinhalte.
Die unterschiedlichen Beobachtungs-/Screeningbögen werden den TeilnehmerInnen nach dem Seminar für die direkte Anwendung in der praktischen Arbeit zugemailt.

Do 18. Nov. 2021, 9.30 bis 17.30 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten, Iris Knipschild
Kursgebühr: 155,- EUR

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PÄD19 21 Ergotherapie bei visuellen Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen (12 UE)
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In der Literatur wird der Begriff "Visuelle Wahrnehmungsstörungen" nicht einheitlich verwandt. Es gibt hier viele unterschiedliche Begriffe: visuell-räumliche Störung, visuell-konstruktive Störung, visuell perzeptive Störung, visuomotorische Störung, visuelle Störung. Alle laufen unter visuelle WS, haben aber einen etwas anderen Blickwinkel, beschreiben jedoch immer wieder ähnliche Kennzeichen. Daraus ergeben sich u. a. die Fragen: Was diagnostizieren wir überhaupt mit dem FEW-2/ dem FEW-3? Was für eine Relevanz haben diese Befunde für den Alltag?

Daher werden wir im Seminar folgende Fragen klären:

  • WAS sind visuelle Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen?
  • WORAN kann man sie erkennen?
  • WIE kann man sie befunden?
  • WORIN liegt ein Zusammenhang zwischen visuellen WS und Lernstörungen - gibt es diesen überhaupt?
  • WELCHE Therapiemöglichkeiten gibt es?
Im Seminar wird eine Einordnung der verschiedenen Begrifflichkeiten in Bezug zum ergotherapeutischen Befund (inkl. FEW-2 Ergebnissen) vorgenommen. Die Auswirkung der Störungsbilder auf die Partizipation der Kinder in der Schule und häuslichem Umfeld werden geschildert.

Themen des Seminars:

  • Entwicklung des visuellen Systems und der visuellen Wahrnehmung
  • Einordnung der unterschiedlichen Bezeichnungen im Bereich der visuellen Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen
  • Befundung der visuellen Wahrnehmungsleistungen
  • Welche Rolle spielt der FEW-2/FEW-3 bei dieser Diagnostik
  • Räumlich-konstruktive Störungen als Teilbereich umschriebener Lernstörungen
  • Behandlungsansätze bei räumlich-konstruktiven (v.a. mit dem Therapieprogramm "KLABAUTER") für Kinder ab dem Vorschulalter
  • Kurzer Überblich über Therapiemöglichkeiten bei visuell-perzeptiven Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen
Die Möglichkeiten der praktischen Umsetzung werden an Hand von Videobeispielen demonstriert und während des Seminars gemeinsam erarbeitet.

Fr 19. Nov., 9.30 bis Sa 20. Nov. 2021, 13.00
Referentinnen: Inge Esser, Nora Bilke
Kursgebühr: 215,- EUR

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PÄD25 21 Kindliche Entwicklung - Kriterien zur Befundung von Entwicklungsauffälligkeiten (8 UE)
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Bei der Analyse der Betätigungs- und Partizipationsprobleme, gerade bei jüngeren Kindern, stellt sich oft die Frage, ob diese Probleme Hinweise auf zugrundeliegende Entwicklungsauffälligkeiten sind. Denn insbesondere bei einem klientenzentrierten Ansatz ist es wichtig, individuelle Stärken und Schwächen im Interventionsprozess zu berücksichtigen. Vor diesem Hintergrund können dann therapeutische Bezugsrahmen und Methoden zielgerichtet ausgewählt werden. Auch der Dialog mit den Eltern wird durch dieses Wissen erleichtert.
Gerade bei jungen Kindern, die mit vielen gängigen Testverfahren noch nicht zu untersuchen sind, bieten das "Grenzsteinkonzept der kindlichen Entwicklung" (Michaelis 2010, 2013) ein gut anwendbares Assessment zur Beurteilung evtl. Entwicklungsauffälligkeiten. Die "Grenzsteine" ermöglichen eine Vereinfachung des interdisziplinären Austauschs mit Kinderärzten und pädagogischen Fachkräften, da auch diese Berufsgruppen dieses Instrument anwenden/kennen.
In diesem Seminar soll u. a. anhand von Videofallbeispielen das Grenzsteinkonzept kindlicher Entwicklung in den o. g. Bereichen vorgestellt werden. Die grob- und feinmotorische, kognitive, sprachliche und sozial/emotionale Entwicklung in den ersten Lebensjahren wird im Kurs thematisiert.

Ein von INSIGHT entwickelter Beobachtungsbogen zur kriteriengeleiteten Beobachtung von Kindern zwischen 4 und 6 Jahren inkl. Auswertungshinweisen wird im Seminar anhand eines Videofallbeispiels vorgestellt und den TeilnehmerInnen nach dem Kurs zur Verwendung in der eigenen therapeutischen Arbeit zugemailt.

Do 9. Dez. 2021, 9.30 bis 17.00 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten, Iris Knipschild
Kursgebühr: 150,- EUR

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PÄD26 21 Gesprächsführung mit Eltern - auf dem Weg zum Coaching (8 UE)
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Ohne die Kooperation der Eltern ist eine Therapie nur bedingt wirksam, da nur durch sie eine Übertragung der erarbeiteten Fertigkeiten in den Alltag gewährleistet werden kann.
Häufig sind Ergotherapeuten in ihrer pädiatrischen Arbeit jedoch damit konfrontiert, dass Eltern die zahlreichen Hinweise und Tipps zum Umgang mit den Kindern im Alltag nicht umsetzen. Manchmal geschieht dies, weil unsere "Ratschläge" für die Eltern nicht kompatibel genug für die alltäglichen Abläufe zu Hause sind.
Daher ist es wichtig, über reflektive Fragen ("W"-Fragen) zum einen die Problemsituationen genau zu erfassen, zum anderen die Eltern auf dem Weg zu eigenen Lösungsstrategien zu begleiten. Diese Lösungsstrategien werden dann von den Eltern auch wirklich im Alltag erprobt.
In diese coachenden Elterngespräche fließt aber durchaus auch unser ergotherapeutisches Expertenwissen mit ein. Häufig geschieht dies im Sinne einer Aufklärung über die kindspezifischen Faktoren und deren Einfluss auf die Betätigungen im Alltag (Psychoedukation).

Themen des Seminars:

  • Überblick über die in der pädiatrischen Ergotherapie geführten Gespräche
  • Grundlagen der klientenzentrierten Gesprächsführung
  • Das PEO-Modell in der Elternarbeit
  • "Reframing", als Möglichkeit den Blick der Bezugspersonen auf das Kind positiv zu verändern
  • Einführung in den Einsatz der reflektiven Fragen Gesprächstechniken ("W - Fragen")
  • Übungsfälle und Arbeitsgruppen zur Erprobung der "W"-Fragen
  • Vermittlung von kindspezifischen Faktoren, z.B. beim Umgang mit Trotz, Essens- und Schlafproblemen, Problemen bei den Hausaufgaben.
Die im Seminar vermittelten Vorgehensweisen können auch sehr gut auf die Intervention mit älteren Kindern und Jugendlichen und auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit pädagogischen Fachkräften übertragen werden.

Fr 10. Dez. 2021, 9.30 bis 17.00 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten, Inge Esser
Kursgebühr: 150,- EUR

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PÄD27 21 Grundlagen des ergotherapeutischen Befundes in der Pädiatrie anhand des CPPF-Prozessmodells:
Betätigungsorientierte Befunderhebung:
COPM, Anamnese, Betätigungsanalyse, Auswahl der Befundinstrumente, Befundzusammenstellung, SMART-Ziele, Berichterstattung (16 UE)
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Basis einer erfolgreichen ergotherapeutischen Intervention ist eine betätigungsorientierte und klientenzentrierte Befunderstellung.
Daher werden wir uns im Kurs mit folgenden Themen auseinandersetzen:

  • Kurze Einführung in das klinische Reasoning und in das kanadische Prozessmodell CPPF (Canadian Practice Process Framework), das den weiteren Ablauf des Seminars strukturieren wird
  • COPM als Instrument zur betätigungsorientierten Zielsetzung und Messinstrument für Ergebnisse und als Grundlage für den betätigungsorientierten Befund in der Pädiatrie
  • Formen der Anamneseerhebung in der Pädiatrie: Welche Bereiche der bisherigen Entwicklung müssen abgefragt werden? Wie gehe ich mit den gewonnenen Daten um?
  • Betätigungsanalyse: Wichtige Prinzipien in der Durchführung
  • Gezielte Auswahl eventuell zusätzlich einzusetzender Testverfahren, kriteriengeleiteter Beobachtungen, Screenings, um das Performanzproblem des Kindes zielgerichtet erkennen, benennen und behandeln zu können
  • Wie können die "Befund-Puzzlesteine" zu einem ergotherapeutischen Gesamtbefund zusammengefasst werden?
  • Verknüpfung des Überweisungsauftrags des Arztes mit der Alltagsproblematik/den Betätigungsperformanzproblemen des Kindes
  • Entwicklung von betätigungsorientierten Zielen mit Kind/Eltern/Schule/Kindergarten analog zu den SMART-Regeln, damit die Ziele konkret und überprüfbar sind
  • Vorstellung des, an die ICF-CY angelehnten, INSIGHT-Befundschemas, dass den Schritt der Interpretation der Test- und Beobachtungsergebnisse übersichtlich gestaltet und die Befundzusammenstellung erleichtertV
  • Formen der Berichterstattung an den Arzt.
Alle im Seminar verwendeten Dokumentationsbögen (Anamnesebogen, ICF-Befundbogen, Befundcheckliste, Zieltabellen etc.) werden den TeilnehmerInnen nach dem Kurs zur Verwendung in der eigenen praktischen Arbeit zugemailt.

Sa 11. Dez., 9.30 Uhr bis So 12. Dezember 2021, 16.00 Uhr
Referentinnen: Inge Esser, Erika Neugebauer
Kursgebühr: 270,- EUR

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PÄD35 21 Probleme in Chancen verwandeln:
Systemisch-lösungsorientierte Gesprächsführung und Interventionen in der ergotherapeutischen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. (16 UE)

In der therapeutischen Praxis entsteht bei vielen KollegInnen der Wunsch, den Blick der KlientInnen und ihres Umfelds schneller auf Ziele und Möglichkeiten zu richten und weniger auf das Problem und dessen Ursachen.
Die systemisch-lösungsorientierte Therapie bietet einen Werkzeugkasten an Gesprächs- und Fragetechniken, um in der therapeutischen Arbeit den Fokus auf Ziele und Ressourcen zu richten, anstatt auf die Analyse von Handlungsproblemen. So erhalten TherapeutInnen und KlientInnen gleichermaßen mehr Handlungsspielraum und einen Perspektivwechsel, um gemeinsam (neue) Lösungen zu (er-)finden und Ziele zu erreichen.
In der der lösungsorientierten Methode "Kids Skills" wird ein Problem übersetzt in eine Fähigkeit, die das Kind stärken oder entwickeln kann. Individuelle Ziele werden gemeinsam definiert, Ressourcen gestärkt und kleine, überschaubare Schritte erarbeitet, wodurch die Autonomie und das Selbstvertrauen des Kindes gestärkt werden und es eigene Ideen und Kreativität einsetzen kann.
Gemeinsam mit dem familiären und institutionellen System wird untersucht, welche Ressourcen ein Kind bereits besitzt und welche Schritte noch nötig sind. So erhalten auch die Eltern neue Perspektiven.
Die Therapieform und der dazugehörige Mindset lassen sich ausgezeichnet mit der Ressourcenorientiertheit der (pädiatrischen) Ergotherapie verbinden.
Der Workshop bietet eine Einführung in das Systemisch Lösungsorientierte Denken und Handeln. Er ist interaktiv und praxisgerichtet und bietet den Teilnehmenden neue Sichtweisen und Interventionsmöglichkeiten. Das Seminar ist darauf ausgerichtet diese Möglichkeiten zu diskutieren und auszuprobieren, um sie unmittelbar im Anschluss in der eigenen Berufspraxis einsetzen zu können.

Ziele des Seminars:
Nach Abschluss des Seminars kennen die Teilnehmenden

  • Grundsätze und Ursprung der Systemisch lösungsorientierten Therapie.
  • Die therapeutische Grundhaltung und das Menschenbild des lösungsorientierten Arbeitens.
  • Die Einsatzmöglichkeiten der lösungsorientierten Gesprächsführung im Elterngespräch.
  • Verschiedene Frage- und Interventionstechniken der lösungsorientierten Gesprächsführung.
  • Und haben sie erste Erfahrungen mit der praktischen Anwendung im pädiatrischen Bereich gesammelt.

Sa 11. Dez., 9.30 Uhr bis So 12. Dez. 2021, 16.00 Uhr
Referentin: Gesa Döringer
Kursgebühr: 270,- EUR

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PÄD28 21 Ergotherapeutische Interventionen bei Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen (24 UE)

Im Rahmen der Ergotherapie bei autistischen Kindern hat sich in den USA insbesondere die sensorische Integrationstherapie etabliert. 80 bis 90 % aller Menschen mit Autismus sind von sensorischen Modulationsstörungen betroffen (z.B. Schaaf 2011). Betroffene beschreiben häufig extreme Missempfindungen, Überempfindlichkeiten bis hin zu Schmerzempfindungen in unterschiedlichen Sinnessystemen. Diese Hyperreaktivität auf alltägliche sensorische Informationen und Ereignisse beeinflusst das Leben in der Schule, bei der Arbeit, im sozialen Zusammenleben und zu Hause. Die schwerwiegenden Auswirkungen dieser sensorischen Probleme auf den Alltag und auf das emotionale Wohlbefinden der autistischen Menschen hat dazu geführt, dass diese Symptome als ein Diagnosekriterium des "Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM 5)" aufgenommen wurden.
Nicht nur empirische Erfahrungen (Baumgarten & Röder 2008), sondern auch der derzeitige Forschungsstand (Schaaf et al. 2014, Watling & Hauer 2015) zeigen, dass durch die Sensorische Integrationstherapie mit autistischen Kindern das Familienleben erleichtert, schulisches Lernen verbessert und die Integration in das Arbeitsleben unterstützt wird. Zudem reduziert sich der individuelle Leidensdruck bei den Betroffenen enorm.

Im Seminar wird auch anhand von Fallbeispielen der konkrete Einsatz der SI-Methode in der Befundung/Intervention - vorrangig für Kinder mit Asperger- bzw. High-Functioning-Autismus dargestellt. Die Umfeldberatung (ET-Coaching) der Eltern, der Lehrer und anderer Erwachsener, die Teil des Lebens des autistischen Kindes sind, ist ein wichtiger Bestandteil der ET-SI-Behandlung und des langfristigen "Umfeld- und Alltagsmanagements" in der therapeutischen Begleitung (Bundy 2007, Dunn 2012). Auch dieser Prozess wird im Kurs praxisnah vermittelt. Zudem werden wichtige Themen im Hinblick auf die Inklusion von Kindern mit Autismus in der KITA/Schule besprochen.

Weitere Inhalte des Kurses:

  • Abgrenzungsmöglichkeiten zu anderen Störungsbildern, z.B. zu SI-Modulationsdysfunktionen
  • Überblick über weitere Behandlungskonzepte, die in der Ergotherapie mit autistischen Kindern eingesetzt werden (z.B. TEACCH)
  • Ergotherapeutische Behandlungsansätze für komorbid auftretende Probleme in der Grob- und Feinmotorik und in der Praxie
  • Das Konzept des "Storytellings": Social und Sensory Stories für Kinder und Jugendliche mit ASS
Kenntnisse in der SI-Therapie (mindestens eine SI-Einführung) werden für dieses Seminar vorausgesetzt.

Fr 17. Dez., 9.30 Uhr bis So 19. Dez. 2021, 16.00 Uhr
Referentin: Astrid Baumgarten
Kursgebühr: 370,- EUR

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2022


PÄD1 22 Ergotherapeutische Behandlung von Säuglingen und Kleinstkindern (24 UE)

Die ergotherapeutische Arbeit mit Babys und Kleinstkindern (bis 18 Monate) erfordert zusätzliche diagnostische und therapeutische Kenntnisse. In den 2015 veröffentlichten AWMF-Leitlinien: "Psychische Störungen im Säuglings-, Kleinkind- und Vorschulter" werden bei Regulationsstörungen in dieser Altersstufe auch ergotherapeutische Methoden in Anlehnung an die Sensorische Integrationstherapie (Ayres, 2002) empfohlen.

Neben den unten genannten Themen werden uns auch folgende, insbesondere in der Babybehandlung auftauchenden Fragen beschäftigen:
Wie gehe ich als Therapeutin mit dem Problem der Erstaufklärung/Diagnose/Prognose um?
Wie schätzen wir ab, welche zusätzlichen Untersuchungen noch erforderlich sind (neurologisch...)?
Wie klären wir die in diesem Alter oft sehr komplexe Auftragslage?
Wie unterscheidet sich unsere Therapeutenrolle in der Behandlung von Babys und Kleinstkindern?

Kursthemen:
Wir starten mit einem kurzen Überblick über die Normalentwicklung im 1. Lebensjahr.
Dann werden wir uns mit zwei wichtigen Erscheinungsbildern im Säuglingsalter beschäftigen, mit dem Regulationsgestörten Baby und mit dem Hypotonen Säugling.
Hierzu werden jeweils folgende Befundungs- und Therapieansätze vorgestellt:

Ergotherapeutische Befundungsmöglichkeiten

  • Ablauf einer Untersuchungssituation mit einem Baby
  • Vorstrukturierte, kriteriengeleitete Beobachtungsmöglichkeiten
  • Gezielte Beobachtungen nach dem TSFI
  • Hinweise zu einer evtl. vorhandenen KISS-Problematik.
Intervention
  • Behandlungsansätze für die beiden Erscheinungsbilder
  • Besondere Behandlungsprinzipien
  • Schwerpunkte in der Elternberatung, Unterstützung der Interaktion, Beratung bzgl. der Umweltgestaltung.
  • Zudem werden wir die Abgrenzungsmöglichkeiten gegenüber Bewegungsstörungen thematisieren und auch ergotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten von entwicklungsverzögerten Kleinkindern vorstellen.
Kenntnisse in der SI-Theorie und Therapie (mindestens eine SI-Einführung) werden für diesen Kurs vorausgesetzt.

Fr 21. Jan., 9.90 Uhr bis So 23. Jan. 2022, 16.00 Uhr
Referentin: Astrid Baumgarten
Kursgebühr: 370,- EUR

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Neues Kursthema als Webinar - auch als Teamfortbildung für Praxen gut geeignet!

PÄD2 22 Von der Betätigungsanalyse direkt zum Ziel (8 UE)

Die Analyse von Betätigungen, die das Kind/die Eltern als bedeutsam ausgewählt haben, ist wahrscheinlich der wichtigste Teil des ergotherapeutischen Interventionsprozesses in der Pädiatrie.
Betätigungsanalysen ermöglichen zudem effektivere, schnellere, gezieltere und individuellere Befunderhebung, die allen am Prozess Beteiligten Spaß macht, das Kind/den erweiterten Klienten motiviert, die Compliance und Wirksamkeit erhöht und in der wir unsere Kernkompetenz als ErgotherapeutInnen gezielt einbringen können.
Im Kurs werden wir uns daher sehr praxisnah anhand von Videofallbeispielen mit Analysen von Betätigungen aus dem kindlichen Alltag auseinandersetzen.
Analog zum PEO-Modell werden wir bei den Filmbeobachtungen förderliche und hemmende Faktoren zu den Ebenen von Person/Kind, Umwelt und Aufgabe zuordnen.
Die so strukturierte Analyse ist die Basis für Zielformulierungen nach den SMART-Kriterien (gemeinsam mit dem Kind/den Bezugspersonen) und für konkrete weitere Interventionsschritte auf alle drei PEO-Ebenen. Diese Form des Professional Reasonings erleichtert die Transparenz der Intervention auch für die Eltern und verkürzt erfahrungsgemäß die Therapiedauer deutlich.
Dieses Seminar bietet wichtige Grundlagen für alle in der Pädiatrie tätigen ErgotherapeutInnen, die klienten- und betätigungszentriert arbeiten möchten!
Weil Betätigungsanalysen in anderen Fachbereichen ebenfalls ein wichtiges Befundinstrument darstellen, lassen sich die im Seminar erarbeiteten Kriterien/Prinzipien zudem sehr gut auch dort in der ergotherapeutischen Arbeit einsetzen.

Sa. 5. Febr. 2022, 9.30 bis 17.00 Uhr
Referentin: Nora Bilke
Kursgebühr: 125,- EUR

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Webinar

PÄD28 22 Das Foto-Interview - mit Kindern lösungsfokussierte und ressourcenorientierte Ziele setzen (6 UE)

Dieser Kurs wird am Mo 7. Febr. 2022 von 13.30 bis ca. 18.30 Uhr als Onlinekurs angeboten. InteressentInnen können sich hierfür gerne bei INSIGHT auf INSIGHT auf eine Liste setzen lassen.
Dieser Onlinekurs wird bei Bedarf auch an weiteren Terminen stattfinden! Bitte lassen Sie sich auch hierfür auf die Liste setzen!!

Das Foto-Interview ist ein betätigungsorientiertes Zielsetzungs- und Prozessinstrument, das auf einer kindzentrierten, offenen Haltung und einer lösungsfokussierten Sprache basiert.
Es besteht aus ca. 110 Fotokarten mit Alltagsaktivitäten und neun lösungsfokussierten Karten, die den Zielsetzungsprozess unterstützen. Mithilfe des Foto-Interviews können Kinder gemeinsam mit Therapeuten Betätigungsanliegen und Ziele benennen, ordnen und Lösungswege erarbeiten, um die Therapie aktiv mitzubestimmen.
Das Foto-Interview wurde in den Niederlanden von LehrerInnen und ErgotherapeutInnen entwickelt und basiert auf lösungsfokussierten und ressourcenorientierten therapeutischen Ansätzen. Es wurde so konzipiert, dass es Kindern, die an ihrer Selbstwirksamkeit zweifeln, eine Stimme gibt um selbst Anliegen und Ziele aus ihrem Alltag auszuwählen und auf diese hinzuarbeiten.
Das Kartenset (110 Fotokarten und 9 lösungsfokussierten Karten + Anleitung u. Ergebnisformular; 2. dt. Version) kann nach dem Kurs für 145,- € inkl. Versandkosten in den Niederlanden bei Annelies de Hoop per Email bestellt werden:
anneliesdehoop@datkanX11.nl.
Der Erwerb des Fotointerviews ist nur nach Kursteilnahme möglich, um die Qualität der Anwendung des Instrumentes zu sichern.

Mo 7. Febr. 2022 von 13.30 bis ca. 18.30 Uhr
Referentin: Cornelie Zillhardt
Kursgebühr: 80,- EUR

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PÄD3 22 Ergotherapeutische Ansätze bei Kindern mit feinmotorischen Auffälligkeiten (8 UE)
- PÄDergo - coronabedingt z.Z. nur auf Warteliste zu buchen

Auffälligkeiten in der feinmotorischen Entwicklung sind der häufigste Verordnungsgrund für Kinder im Vorschulalter in der pädiatrisch-ergotherapeutischen Praxis. Daher ist es wichtig, für diese Probleme eine betätigungsorientierte Befundaufnahme und Behandlung anbieten zu können.

Die Inhalte des Kurses, analog zu den aktuellen Veröffentlichungen zu diesem Thema:

  • Erläuterungen der Voraussetzungen für die Entwicklung der Fein- und Grafomotorik
  • Handfunktionen als Basis für fein- und grafomotorische Aktivitäten
  • Betätigungsanalysen im Bereich der Feinmotorik
  • Störungen in der Fein- und Grafomotorik und deren Befundung anhand eines Screenings, angelehnt an KOEK/SOESSS (die Screeningbögen werden nach dem Kurs zugemailt)
  • Entwicklung von Behandlungsstrategien jenseits der gängigen Übungsprogramme mit, für Kinder motivierenden Tätigkeiten
  • Anleitung der Eltern, den Therapieverlauf mit sinnvollen und alltagsbezogenen Aktivitäten im häuslichen Umfeld zu unterstützen
  • Ideen für den Praxisalltag und für die Umfeldberatung.

Do 10. Febr. 2022, 9.30 bis 17.00 Uhr
Referentinnen: Iris Knipschild, Inge Esser
Kursgebühr: 150,- EUR

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PÄD4 22 Movement Assessment Battery for Children: M-ABC-2 (8 UE)
- PÄDergo - coronabedingt z.Z. nur auf Warteliste zu buchen

Die M-ABC-2 ist ein englischer Motoriktest für Kinder von 4 bis12 Jahren, der in einer deutschen Normierung im Jahr 2008 erschienen ist. Mit der M-ABC-2 werden auch qualitative Aspekte in der Bewegungsbeurteilung berücksichtigt, daher kann dieses Verfahren im Bereich der Grob- und Feinmotorik auch zur Therapieplanung und -evaluation eingesetzt werden Der Test wurde zudem entwickelt, um Bewegungsprobleme zu identifizieren, die die Partizipation und die soziale Integration des Kindes beeinträchtigen.

Inhalte des Kurses:

  • Hinweise zur Testdurchführung anhand von Videofilmen
  • Erprobung der Testdurchführung
  • Klärung von Durchführungsfragen und -probleme
  • M-ABC-2 Testauswertung
  • Darstellung der Testergebnisse in einem adaptierten Testprofil (INSIGHT 2020) unter Berücksichtigung der AWMF-Leitlinien UEMF
  • Möglichkeiten der Interpretation der M-ABC-2 für den therapeutischen Befund
  • Diskussion von M-ABC-2 - Fallbeispielen

Fr 11. Febr. 2022, 9.30 bis 17.00 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten, Nora Bilke
Kursgebühr: 150,- EUR

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PÄD5 22 CO-OP Vertiefungs-Tag (8 UE)

Dieser 3. Kurstag knüpft an das Seminar PÄD23 21 von Sa 2./So 3. Okt. 2021 an.

Fr 11. Febr. 2022, 9.30 bis 17.00 Uhr
Referentinnen: Stephanie Knagge, Iris Knipschild


PÄD6 22 CO-OP: ein kognitiver Ansatz bei Kindern mit motorischen Entwicklungsstörungen und anderen Störungsbildern (16 UE + 8 UE 2. Teil)
- PÄDergo - coronabedingt z.Z. nur auf Warteliste zu buchen - s.a. PÄD18 22 als Alternativkurs

Im ersten Teil dieses Workshops (am 1. und 2. Tag) wird der evidenzbasierte CO-OP Ansatz (Cognitive Orientation to Daily Occupational Performance) von Dr. Helene Polatajko und Kollegen (Kanada) vorgestellt und praktisch erprobt.

Der CO-OP-Ansatz ist auf verschiedenen Ebenen wissenschaftlich erforscht und in seiner Wirksamkeit evaluiert. Er wird v. a. in der Therapie von Kindern mit umschriebenen Entwicklungsstörungen der motorischen Funktionen (UEMF) in den entsprechenden Versorgungsleitlinien als wirksam empfohlen. Darüber hinaus gibt es inzwischen vielversprechende Pilotstudien und Erfahrungen bei CO-OP mit Erwachsenen und Klienten mit anderen Störungsbildern, wie z.B. Autismus, Apoplex u.a.

Inhalte 1.und 2. Tag: CO-OP kennenlernen (Ziel und Plan)

  • Kurzvorstellung des Störungsbildes Umschriebene Entwicklungsstörung Motorischer Funktionen (UEMF)
  • Theoretische Hintergründe und Forschungsergebnisse
  • Einsatz kognitiver Strategien
  • Dynamische Ausführungsanalyse
  • Geleitete Entdeckung
  • Elternbeteiligung/-beratung
Danach sollen praktische Erfahrungen mit der Methode in der Praxis gesammelt werden.

Der zur CO-OP Weiterbildung gehörende Vertiefungs-Tag (3. Tag) bietet die Gelegenheit sich über die Erfahrungen mit CO-OP auszutauschen und das Wissen über CO-OP zu vertiefen. Dieser Tag findet am Sa 28. Mai 2022 statt.

Der Vertiefungstag bietet die Gelegenheit sich über die Erfahrungen mit CO-OP auszutauschen und das Wissen über CO-OP zu vertiefen.
Hier stehen die eigenen Fallbeispiele und Erfahrungen mit CO-OP im Mittelpunkt. Es werden u. a. spezifische Aspekte und die Fragen nach den Möglichkeiten und Grenzen, den Schwierigkeiten und Erfolgen der Anwendung von CO-OP diskutiert.

Darüber hinaus wird auch ein Einblick über neueste Entwicklungen zum Thema gegeben. Weiterhin besteht die Möglichkeit, mitgebrachte Videobeispiele zu analysieren und ggf. einzelne CO-OP-Vorgehensweisen praktisch zu vertiefen.

Inhalte: Vertiefen des CO-OP-Wissens und Erfahrungsaustausch (Check)

  • Erfahrungsaustausch
  • Videoanalysen
  • Ideenpool
  • Praktische Vertiefung
  • Neue Entwicklungen
Das Mitbringen von eigenen Fallbeispielen für den Vertiefungs-Tag (3. Tag), gerne auch als Videosequenzen, bereichert diesen Workshop sehr und wird erwartet!

Teil 1: Sa 12. Febr., 9.30 Uhr bis So 13. Febr. 2022, 16.00 Uhr
Teil 2: Sa 28. Mai 2022, 9.30 bis 17.00 Uhr
Referentinnen: Stephanie Knagge, Iris Knipschild
Kursgebühr: 440,- EUR für 3 Tage mit insgesamt 24 UE

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PÄD7 22 Schwieriges Alter
Ergotherapeutische Behandlung von Kleinkindern (16 UE)

Die Befundung und Behandlung von Kleinkindern erfordern spezifische Kenntnisse, damit die Ergotherapie erfolgreich verlaufen kann. Kinder zwischen 1 ½ und 4 Jahren zeigen alterstypische Merkmale, die den Ablauf der Therapiestunden enorm beeinträchtigen können.
So gehören Trotzanfälle, das Bedürfnis nach Selbststeuerung, das scheinbar planlose Agieren im Raum und eine eher ungerichtete Aktivität zu den Kennzeichen vieler Kinder dieser Alter-stufe. Auch ist die Varianz in der Normalentwicklung der Kinder dieser Altersstufe so groß, dass eine Einschätzung von Entwicklungsauffälligkeiten schwerfällt.
Die Elternarbeit nimmt in der ergotherapeutischen Intervention bei kleinen Kindern einen großen Stellenwert ein. Kenntnisse über typische Beratungsinhalte für diese Altersstufe unterstützen daher die Effektivität der Zusammenarbeit mit Eltern und Bezugspersonen.

Im Seminar werden im Zusammenhang mit diesen Problemen folgend Inhalte thematisiert:

  • Mit welchen typischen Fragestellungen/Aufträgen kommen die Eltern dieser kleinen Kinder?
  • Assessments für Kinder zwischen 1 ½ und 4 Jahren zur Einschätzung der Gesamtentwicklung, z.B. die "Grenzsteine der Entwicklung nach Michaelis (2010, 2013)
  • Möglichkeiten der Strukturierung und Motivationssteigerung durch Raum- und Umfeldgestaltung im Behandlungssetting
  • Steigerung der Motivation der Kinder durch gezielte, altersentsprechende Spielangebote
  • Themen der Elternberatung für diese Altersgruppe

Sa 12. Febr., 9.30 Uhr bis So 13. Febr. 2022, 16.00 Uhr
Referentin: Astrid Baumgarten
Kursgebühr: 270,- EUR

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PÄD8 22 Der Interventionsprozess eines Therapiekindes analog zum CPPF-Framework (8 UE)
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Anhand eines Videofallbeispiels wird im Seminar der komplette Behandlungsprozess mit den Teilnehmenden erarbeitet:

  • Rahmenbedingungen klären; mögliche Betätigungsprobleme und -ziele identifizieren
  • Erheben/Bewerten: Betätigungsanalysen, kriteriengeleitete Beobachtungen, Testverfahren
  • Sich mit dem Kind/den Bezugspersonen auf Ziele einigen; Interventionen planen
  • Umsetzung und Dokumentation des Planes inkl. Zusammenarbeit mit anderen am Prozess beteiligten Personen (z.B. Eltern, Geschwister, Lehrer, Erzieher...).
  • Überwachen/verändern: die genutzten Strategien zur Erreichung der Betätigungsziele überprüfen und ggf. anpassen
  • Ergebnis bewerten und Abschluss der Interventionen.
Durch diesen Kurstag werden Sicherheit und Routine im Clinical Reasoning verstärkt. Die Übertragung des CPPF-Prozesses in die eigene therapeutische Arbeit und damit das klienten- und betätigungszentrierte Vorgehen wird erleichtert und unterstützt.

Do 24. März 2022, 9.30 bis 17.00 Uhr
Referentinnen:Inge Esser, Nora Bilke
Kursgebühr: 150,- EUR

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PÄD9 22 Einführung in die Sensorische Integrationstherapie (18 UE)
- PÄDergo - coronabedingt z.Z. nur auf Warteliste zu buchen - s.a. PÄD21 22 als Alternativkurs

In diesem Einführungsseminar wird das Konzept der Sensorischen Integrationstherapie vorgestellt.
Gerade in den letzten Jahren sind zahlreiche internationale Studien zu unterschiedlichen Fragestellungen rund um die SI und zur Effektivität der SI-Therapie veröffentlicht worden. Auch die Stellungnahme der Neuropädiater zur SI wurde 2017 überarbeitet und veröffentlicht (http://www.dgspj.de/wp-content/uploads/service-stellungnahme-si-2017.pdf)
Dies zeigt den hohen Stellenwert, den diese Therapiemethode nach wie vor hat, wenn sie gezielt eingesetzt wird und sich an den Alltagsproblemen des Kindes/der Familie orientiert.

Inhalte des Seminars sind:

  • Einführung in das Konzept der Sensorischen Integration
  • Überblick über die Sinnessysteme und das ZNS
  • Störungsbilder der SI analog zu den aktuellen Klassifizierungen
  • Möglichkeiten der Befundung anhand von kriteriengeleiteten Beobachtungen
  • Die Fidelity-Kriterien in der SI-Behandlung
  • Möglichkeiten der Alltagsstrukturierung nach SI-Prinzipien/ Themen der Elternberatung.
Ergänzt werden die Kursinhalte durch Selbsterfahrungsübungen und zahlreiche Videofallbeispiele.

Fr 25. März, 9.30 bis Sa 26. März 2022, 16.00 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten, Iris Knipschild
Kursgebühr: 270,- EUR

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PÄD10 22 Grundlagen der Beratung für Kindertagesstätten (8 UE)
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Betätigungsprobleme von Kindern im Vorschulalter zeigen sich oft deutlicher in der KITA als im häuslichen Kontext. Daher werden viele der Kinder, die in ergotherapeutischer Behandlung sind werden auf Anraten der pädagogischen Fachkräfte überwiesen. Auch die Eltern benennen häufig Betätigungsprobleme, die eher im Kindergarten-Kontext auftreten. In diesen Fällen ist eine gute Beratung der KITA unverzichtbarerer Bestandteil der ergotherapeutischen Intervention und eine oft schnelle und effiziente Möglichkeit auf die Betätigungsprobleme Einfluss zu nehmen.
Basis für diese Beratung, gerade von inklusiv arbeitenden Kindertagesstätten ist, allen Kindern bestmögliche Partizipation bei allen kindergartentypischen Aktivitäten zu ermöglichen.
Kinder mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Fähig- und Schwierigkeiten in der KITA-Gruppe zu begleiten, zu fördern und zu unterstützen ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Manchmal sind Veränderungen in der Raumgestaltung oder eine andere Art der Anweisung schon hilfreich, kritische Situationen zu entzerren. Für diesen Prozess sind Kenntnisse über eine entsprechende Raumgestaltung, Strukturierung des Tagesablaufs und Möglichkeiten der Reizreduktion hilfreich. Dieses Wissen verhilft dazu, der gesamten Gruppe ein positives Lebens- und Lernumfeld zu ermöglichen und ist daher nicht nur für Kinder mit besonderen Bedürfnissen oder Problemen wichtig. Viele der erarbeiteten Strategien/Aspekte lassen sich auch für die Beratung in das Umfeld Schule nutzen.

Folgende Fragen werden wir gemeinsam im Seminar beantworten:

  • Welche Situationen sind im Kindergarten besonders herausfordernd und warum?
  • Wie lässt sich ohne großen Aufwand ein Raum so gestalten, dass alle Kinder und auch die Bezugspersonen sich dort wohl fühlen und entfalten können?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, Reizüberflutung in der KITA zu vermeiden und wie können diese einfach umgesetzt werden?
  • Wodurch kann eine Strukturierung des KITA-Alltags erreicht werden, die den Kindern Sicherheit und Orientierung gibt?
  • Welche Möglichkeiten bietet der TEACCH-Ansatz hierfür in der KITA?

So 27. März 2022, 9.30 bis 17.00 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten, Iris Knipschild
Kursgebühr: 150,- EUR

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PÄD11 22 Verhaltensauffällige Kinder in der (Ergo)therapie (16 UE)

1. Teil: Entwicklungspsychologische Grundlagen von Verhaltensauffälligkeiten im Kindesalter
Am 1. Seminartag werden wir gemeinsam den folgenden Fragen nachgehen:
Mit Trotzverhalten, Ungehorsam, Wutausbrüchen, Aggressionen oder auch sozial-unsicherem Verhalten können Kinder in funktionell orientierten Therapien den eigentlichen Therapieauftrag ziemlich erschweren.
Nicht jedem Verhalten, das als persönliche Herausforderung erlebt wird, liegt eine Entwicklungsauffälligkeit oder gar -störung zu Grunde.

  • Wann verhält sich ein Kind "normal", wann "abweichend"?
  • Was ist ein "auffälliges" Verhalten und welche Ursachen könnten vorliegen?
Erarbeitet und kritisch beleuchtet werden Störungsbilder wie Bindungsstörungen, ADHS mit oppositionellen Verhaltensanteilen, aggressives Verhalten , aber auch Angststörungen, Autistische Verhaltensweisen und unsicher, zurückhaltendes Verhalten sowie unklare Verhaltensweisen und deren mögliche Einordnung.

2. Teil: Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten im therapeutischen Setting
Am 2. Seminartag werden wir auf Grundlage der erarbeiteten Verhaltensweisen gemeinsam erarbeiten, wie

  • mit schwierigen Verhaltensweisen im therapeutischen Setting umgegangen werden kann
  • durch Beziehungsangebote förderliches Verhalten installiert werden kann
  • Eltern in einen konstruktiven Prozess der Zusammenarbeit zur Förderung der Kooperationsfähigkeit, aber auch Selbstwirksamkeit usw. eingebunden werden können.

Sa 26. März, 9.30 Uhr bis So 27. März 2022, 16.00 Uhr
Referentin: : Stephanie Busch (Dipl. Psychologin)
Kursgebühr: 270,- EUR

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Webinar - auch als Teamfortbildung für Praxen gut geeignet!

PÄD12 22 Grundlagen des ergotherapeutischen Befundes in der Pädiatrie anhand des CPPF-Prozessmodells:
Betätigungsorientierte Befunderhebung: COPM, Anamnese, Betätigungsanalyse, Auswahl der Befundinstrumente, Befundzusammenstellung, SMART-Ziele, Berichterstattung (16 UE)

Basis einer erfolgreichen ergotherapeutischen Intervention ist eine betätigungsorientierte und klientenzentrierte Befunderstellung.
Daher werden wir uns im Kurs mit folgenden Themen auseinandersetzen:

  • Kurze Einführung in das klinische Reasoning und in das kanadische Prozessmodell CPPF (Canadian Practice Process Framework), das den weiteren Ablauf des Seminars strukturieren wird
  • COPM als Instrument zur betätigungsorientierten Zielsetzung und Messinstrument für Ergebnisse und als Grundlage für den betätigungsorientierten Befund in der Pädiatrie
  • Formen der Anamneseerhebung in der Pädiatrie: Welche Bereiche der bisherigen Entwicklung müssen abgefragt werden? Wie gehe ich mit den gewonnenen Daten um?
  • Betätigungsanalyse: Wichtige Prinzipien in der Durchführung
  • Gezielte Auswahl eventuell zusätzlich einzusetzender Testverfahren, kriteriengeleiteter Beobachtungen, Screenings, um das Performanzproblem des Kindes zielgerichtet erkennen, benennen und behandeln zu können
  • Wie können die "Befund-Puzzlesteine" zu einem ergotherapeutischen Gesamtbefund zusammengefasst werden?
  • Verknüpfung des Überweisungsauftrags des Arztes mit der Alltagsproblematik/den Betätigungsperformanzproblemen des Kindes
  • Entwicklung von betätigungsorientierten Zielen mit Kind/Eltern/Schule/Kindergarten analog zu den SMART-Regeln, damit die Ziele konkret und überprüfbar sind
  • Vorstellung des, an die ICF-CY angelehnten, INSIGHT-Befundschemas, dass den Schritt der Interpretation der Test- und Beobachtungsergebnisse übersichtlich gestaltet und die Befundzusammenstellung erleichtert
  • Formen der Berichterstattung an den Arzt.

Alle im Seminar verwendeten Dokumentationsbögen (Anamnesebogen, ICF-Befundbogen, Befundcheckliste, Zieltabellen etc.) werden den TeilnehmerInnen nach dem Kurs zur Verwendung in der eigenen praktischen Arbeit zugemailt.

Fr 1. April, 9.30 Uhr bis Sa 2. April 2022, 16.00 Uhr
Referentin: Nora Bilke
Kursgebühr: 240,- EUR

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PÄD26 22 Grundlagen der Beratung für Kindertagesstätten (8 UE)

Betätigungsprobleme von Kindern im Vorschulalter zeigen sich oft deutlicher in der KITA als im häuslichen Kontext. Daher werden viele der Kinder, die in ergotherapeutischer Behandlung sind werden auf Anraten der pädagogischen Fachkräfte überwiesen. Auch die Eltern benennen häufig Betätigungsprobleme, die eher im Kindergarten-Kontext auftreten. In diesen Fällen ist eine gute Beratung der KITA unverzichtbarerer Bestandteil der ergotherapeutischen Intervention und eine oft schnelle und effiziente Möglichkeit auf die Betätigungsprobleme Einfluss zu nehmen.
Basis für diese Beratung, gerade von inklusiv arbeitenden Kindertagesstätten ist, allen Kindern bestmögliche Partizipation bei allen kindergartentypischen Aktivitäten zu ermöglichen.
Kinder mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Fähig- und Schwierigkeiten in der KITA-Gruppe zu begleiten, zu fördern und zu unterstützen ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Manchmal sind Veränderungen in der Raumgestaltung oder eine andere Art der Anweisung schon hilfreich, kritische Situationen zu entzerren. Für diesen Prozess sind Kenntnisse über eine entsprechende Raumgestaltung, Strukturierung des Tagesablaufs und Möglichkeiten der Reizreduktion hilfreich. Dieses Wissen verhilft dazu, der gesamten Gruppe ein positives Lebens- und Lernumfeld zu ermöglichen und ist daher nicht nur für Kinder mit besonderen Bedürfnissen oder Problemen wichtig. Viele der erarbeiteten Strategien/Aspekte lassen sich auch für die Beratung in das Umfeld Schule nutzen.

Folgende Fragen werden wir gemeinsam im Seminar beantworten:

  • Welche Situationen sind im Kindergarten besonders herausfordernd und warum?
  • Wie lässt sich ohne großen Aufwand ein Raum so gestalten, dass alle Kinder und auch die Bezugspersonen sich dort wohl fühlen und entfalten können?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, Reizüberflutung in der KITA zu vermeiden und wie können diese einfach umgesetzt werden?
  • Wodurch kann eine Strukturierung des KITA-Alltags erreicht werden, die den Kindern Sicherheit und Orientierung gibt?
  • Welche Möglichkeiten bietet der TEACCH-Ansatz hierfür in der KITA?

Fr 6. Mai 2022, 9.30 bis 17.00 Uhr
Referentin: Astrid Baumgarten
Kursgebühr: 150,- EUR

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PÄD27 22 "Fit für die Schule?"
Erkennen und Fördern von Schulkompetenzen in der Ergotherapie (18 UE)

Sehr häufig werden uns in der ET-Praxis Kinder im Vorschalter vorgestellt mit dem Auftrag: "Bitte machen Sie mein Kind fit für die Schule!" In diesem Kurs werden die wirklich relevanten Vorläuferfähigkeiten für den Schulbesuch thematisiert und entsprechende Befundungs- und Behandlungskonzepte erarbeitet:
Welche Fähig- und Fertigkeiten braucht ein Kind zur Einschulung in den Bereichen Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Fein- und Graphomotorik? Über welche Vorläuferfähigkeiten für das Rechnen-lernen und für Lese- Rechtschreibkompetenzen sollte ein Kind bis zum Schulbeginn verfügen? Sind Fähigkeiten im Bereich der Grobmotorik wichtig für Betätigungen in der Schule?

Im Kurs werden zu diesen Themenbereichen Screeningverfahren und Therapieansätze auch anhand von Videofallbeispielen vorgestellt:

  • Kurzer Überblick über die neurophysiologischen Hintergründe der Aufmerksamkeitssteuerung/der Gedächtnisprozesse
  • Befundung von Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistung im Vorschulalter mit einem von INSIGHT entwickelten Screening
  • Überblick über Behandlungsansätze u.a. auf der Basis des "Plietsch mit GESI"-Programm
  • Fein- und Graphomotorische Voraussetzungen für das Schreiben lernen
  • Behandlungsideen für das Vorschulalter zur Erarbeitung der fein- und graphomotorischen Fertigkeiten
  • Vorläuferfähigkeiten für Rechenkompetenzen
  • Befundung der mathematischen Vorläuferfähigkeiten mit einem in Zusammenarbeit mit Dr. Barth erstellten Screening.
  • Förderung der mathematischen Vorläuferfähigkeiten im ergotherapeutischen Kontext.
  • Überblick über Voraussetzungen für den Schriftspracherwerb.
Die unterschiedlichen Beobachtungs-/Screeningbögen sowie die zusammenfassende "Schultabelle" werden den TeilnehmerInnen nach dem Seminar für die direkte Anwendung in der praktischen Arbeit zugemailt.

Sa 7. Mai, 9.30 Uhr bis So 8. Mai 2021, 17.00 Uhr
Referentinnen: Inge Esser, Nora Bilke
Kursgebühr: 285,- EUR

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Neues Kursthema

PÄD13 22 Ergotherapeutische Interventionen bei Kindern mit Fetaler Alkohol-Spektrumstörung (16 UE)

Die Fetale Alkohol-Spektrumstörung (FASD) ist eine der häufigsten angeborenen Erkrankungen, man geht von einer Prävalenz der FASD (gesamtes Spektrum) von ca. 2% aller Kinder aus. Daher sind diese Kinder auch häufig in ergotherapeutischer Behandlung. Zur Zeit gibt es jedoch noch kein spezifisches ET-Konzept für diese Interventionen; auch die S3-Leitlinien (AWMF) liegt bisher nur für den Bereich der Diagnostik vor.
Wir werden Euch im Seminar ein ergotherapeutisches, betätigungs- und klientenzentriertes Interventions-Konzept vorstellen - analog zu den typischen Symptomen einer FASD.

Zudem kommt es nach wie vor häufig vor, dass FASD nicht erkannt wird oder deren Symptome in andere Diagnosen eingeordnet werden. Daher müssen wir Anzeichen für diese Spektrumstörung erkennen und ggf. behutsam eine Diagnostik anbahnen, damit die gezielte Unterstützung der Kinder und Bezugspersonen stattfinden kann.

Themen des Kurses:

  • Definition und Entstehung einer FASD
  • Diagnostische Kriterien - die vier Säulen einer FASD
  • Auswirkungen einer FASD - typische Symptome
  • Behandlungsansätze zur Förderung/Kompensation von Exekutivfunktionen
  • Tipps & und Tricks für die Therapiesituation
  • Eltern- und Umfeldberatung/Coaching
  • Unterstützungsmöglichkeiten in Kita und Schule
Ergänzt werden die Kursinhalte durch Selbsterfahrungsübungen und Videofallbeispiele.

Sa 7. Mai, 9.30 Uhr bis So 8. Mai 2022, 16.00 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten, Erika Neugebauer
Kursgebühr: 270,- EUR

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PÄD14 22 "Aufgepasst"
1. Einführung in die Diagnostik und Therapie von Aufmerksamkeitsstörungen/
ADHS; 2. Der systemische Blick auf die "ADHS-Familie" (18 UE)
- PÄDergo - coronabedingt z.Z. nur auf Warteliste buchbar

Immer mehr Kinder werden mit Aufmerksamkeitsstörungen und/oder (Verdacht auf) ADHS mit entsprechenden Betätigungsproblemen in die ergotherapeutische Praxis überwiesen. Daher ist dies ein wichtiges Thema, das aus mehreren Blickwinkeln betrachtet werden sollte.

Neben grundlegenden ergotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten bei AD(H)S werden wir uns mit folgenden Seminarinhalten auseinandersetzen:

  • Betätigungsorientierte und klientenzentrierte Vorgehensweise bei Problemen im Bereich der Aufmerksamkeitssteuerung/ADHS analog zum CPPF
  • Betätigungsanalyse bei ADHS-spezifischen Problemstellungen
  • Kurzer Exkurs über neurophysiologische Grundlagen zur Steuerung von Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Vor- und Nachteile der diagnostischen Möglichkeiten (Papier und Bleistift-Verfahren, computergestützte Tests, Fragebogen)
  • Welche Testverfahren können die Aktivitäts- und Partizipationsprobleme des Kindes auf der Funktionsebene verdeutlichen, um so den, für das Kind geeigneten Interventionsansatz auszuwählen?
  • Überblick über den TEA-Ch-Test und das ADHS-Diagnostikum für Kinder und Jugendliche (ADHS-KJ)
Kurze Einführung in folgende Therapiekonzepte:
  • Marburger Konzentrationstraining (Krowatschek)
  • Aufmerksamkeitstraining nach Lauth & Schlottke
  • ATTENTIONER von Jacobs & Petermannn
  • Alert-Programm nach Williams & Shellenberger
  • IntraActPlus-Konzept von Jansen & Streit
Ergänzt werden diese Themen durch einen Workshop der Psychologin Stephanie Busch mit folgenden Inhalten:
  • Die Familie eines Kindes mit ADHS aus der systemischen Perspektive
  • Welche Kriterien müssen nach ICD - 10 für eine AD(H)S-Diagnose vorliegen? Was beinhaltet eine ADHS-Diagnostik idealerweise?
  • Beobachtungskriterien für das kindliche (Spiel-)verhalten
  • Die Marte Meo Methode zur Unterstützung der Eltern-Kind-Interaktion
  • Auf welchen gemeinsamen Prinzipien bauen Elterntrainings/Programme wie beispielsweise THOP (Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Verhalten), Triple P (Positive Parenting Program) oder Starke Eltern, starke Kinder® auf? Welche Eltern können von einem solchen Programm profitieren?
Das Seminar bietet auch eine Entscheidungshilfe, welche der vorgestellten Therapieprogramme/ Förderansätze zum persönlichen Arbeitsstil der TeilnehmerInnen passen.

Do 26. Mai, 9.30 Uhr bis Fr 27. Mai 2022, 17.30 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten, Stephanie Busch (Dipl. Psychologin), Inge Esser
Kursgebühr: 290,- EUR

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PÄD15 22 CO-OP Vertiefungs-Tag (8 UE)

Dieser 3. Kurstag knüpft an das Seminar PÄD6 22 von Sa 12./So 13. Febr. 2022 an.

Sa 28. Mai 2022, 9.30 bis 17.00 Uhr
Referentinnen: : Stephanie Knagge, Iris Knipschild


Auch als SI-Refresher sinnvoll!

PÄD16 22 Der Einsatz des Sensory Profile 2 in der Pädiatrie (8 UE)

Mit der deutschen Normierung und Übersetzung des Sensory Profile 2 steht uns dieser standardisierte Fragebogen jetzt auch in Deutschland zur Verfügung. Das Sensory Profile 2 gibt einen Überblick über die sensorischen Verarbeitungsmuster eines Kindes in verschiedenen Kontexten. Diese Hintergrundinformationen helfen den ErgotherapeutInnen und allen anderen Mitgliedern eines multidisziplinären Teams zu verstehen, wie die sensorischen Muster eines Kindes seine Teilhabe am Alltag beeinflussen. Dunns Framework zur sensorischen Verarbeitung bildet die Basis für dieses Assessment. Die Eltern bzw. Pädagogen beantworten Fragen zu Auswirkungen von sensorischen Reizen auf das Kind im Alltag zuhause und/oder in der Kita/Schule.

Fünf verschiedene Fragebögen stehen hierfür zur Verfügung:

  • Säugling bis 6 Monate
  • Kleinkind 7 bis 35 Monate
  • Kind 3;0 bis 14;11 Jahre
  • Fragebogen für Pädagogen 3;0 bis 14;11 Jahre
  • Sensory Profile Kurzform
Themen des Kurses:
  • Hintergründe zum Framework von Dunn bzgl. der sensorischen Verarbeitung
  • Zielgruppe für die Anwendung der Fragebögen
  • Auswertung der Fragebögen
  • Interpretation der individuellen kindlichen Profile
  • Einbindung der Ergebnisse in die SI-therapeutischen Interventionen.
Die Kursinhalte werden durch Fallbeispiele verdeutlicht.

Fr 17. Juni 2022, 9.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Referentin: Astrid Baumgarten
Kursgebühr: 150,- EUR

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PÄD17 22 Probleme in Chancen verwandeln:
Systemisch-lösungsorientierte Gesprächsführung und Interventionen in der ergotherapeutischen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien (16 UE)

In der therapeutischen Praxis entsteht bei vielen KollegInnen der Wunsch, den Blick der KlientInnen und ihres Umfelds schneller auf Ziele und Möglichkeiten zu richten und weniger auf das Problem und dessen Ursachen.
Die systemisch-lösungsorientierte Therapie bietet einen Werkzeugkasten an Gesprächs- und Fragetechniken, um in der therapeutischen Arbeit den Fokus auf Ziele und Ressourcen zu richten, anstatt auf die Analyse von Handlungsproblemen. So erhalten TherapeutInnen und KlientInnen gleichermaßen mehr Handlungsspielraum und einen Perspektivwechsel, um gemeinsam (neue) Lösungen zu (er-)finden und Ziele zu erreichen.
In der der lösungsorientierten Methode "Kids Skills" wird ein Problem übersetzt in eine Fähigkeit, die das Kind stärken oder entwickeln kann. Individuelle Ziele werden gemeinsam definiert, Ressourcen gestärkt und kleine, überschaubare Schritte erarbeitet, wodurch die Autonomie und das Selbstvertrauen des Kindes gestärkt werden und es eigene Ideen und Kreativität einsetzen kann.
Gemeinsam mit dem familiären und institutionellen System wird untersucht, welche Ressourcen ein Kind bereits besitzt und welche Schritte noch nötig sind. So erhalten auch die Eltern neue Perspektiven.
Die Therapieform und der dazugehörige Mindset lassen sich ausgezeichnet mit der Ressourcenorientiertheit der (pädiatrischen) Ergotherapie verbinden.
Der Workshop bietet eine Einführung in das Systemisch Lösungsorientierte Denken und Handeln. Er ist interaktiv und praxisgerichtet und bietet den Teilnehmenden neue Sichtweisen und Interventionsmöglichkeiten. Das Seminar ist darauf ausgerichtet diese Möglichkeiten zu diskutieren und auszuprobieren, um sie unmittelbar im Anschluss in der eigenen Berufspraxis einsetzen zu können.

Ziele des Seminars:
Nach Abschluss des Seminars kennen die Teilnehmenden
  • Grundsätze und Ursprung der Systemisch lösungsorientierten Therapie.
  • Die therapeutische Grundhaltung und das Menschenbild des lösungsorientierten Arbeitens.
  • Die Einsatzmöglichkeiten der lösungsorientierten Gesprächführung im Elterngespräch.
  • Verschiedene Frage- und Interventionstechniken der lösungsorientierten Gesprächsführung.
  • Und haben sie erste Erfahrungen mit der praktischen Anwendung im pädiatrischen Bereich gesammelt.

Sa 18. Juni 2022, 9.30 Uhr bis So 19. Juni 2022, 16.00 Uhr
Referentin: Gesa Döringer
Kursgebühr: 270,- EUR

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PÄD18 22 CO-OP: ein kognitiver Ansatz bei Kindern mit motorischen Entwicklungsstörungen und anderen Störungsbildern (16 UE + 8 UE 2. Teil)

Im ersten Teil dieses Workshops (am 1. und 2. Tag) wird der evidenzbasierte CO-OP Ansatz (Cognitive Orientation to Daily Occupational Performance) von Dr. Helene Polatajko und Kollegen (Kanada) vorgestellt und praktisch erprobt.

Der CO-OP-Ansatz ist auf verschiedenen Ebenen wissenschaftlich erforscht und in seiner Wirksamkeit evaluiert. Er wird v. a. in der Therapie von Kindern mit umschriebenen Entwicklungsstörungen der motorischen Funktionen (UEMF) in den entsprechenden Versorgungsleitlinien als wirksam empfohlen. Darüber hinaus gibt es inzwischen vielversprechende Pilotstudien und Erfahrungen bei CO-OP mit Erwachsenen und Klienten mit anderen Störungsbildern, wie z.B. Autismus, Apoplex u.a.

Inhalte 1.und 2. Tag: CO-OP kennenlernen (Ziel und Plan)

  • Kurzvorstellung des Störungsbildes Umschriebene Entwicklungsstörung Motorischer Funktionen (UEMF)
  • Theoretische Hintergründe und Forschungsergebnisse
  • Einsatz kognitiver Strategien
  • Dynamische Ausführungsanalyse
  • Geleitete Entdeckung
  • Elternbeteiligung/-beratung
Danach sollen praktische Erfahrungen mit der Methode in der Praxis gesammelt werden.

Der zur CO-OP Weiterbildung gehörende Vertiefungs-Tag (3. Tag) bietet die Gelegenheit sich über die Erfahrungen mit CO-OP auszutauschen und das Wissen über CO-OP zu vertiefen. Dieser Tag findet im Febr. 2022 statt.

Der Vertiefungstag bietet die Gelegenheit sich über die Erfahrungen mit CO-OP auszutauschen und das Wissen über CO-OP zu vertiefen.
Hier stehen die eigenen Fallbeispiele und Erfahrungen mit CO-OP im Mittelpunkt. Es werden u. a. spezifische Aspekte und die Fragen nach den Möglichkeiten und Grenzen, den Schwierigkeiten und Erfolgen der Anwendung von CO-OP diskutiert.

Darüber hinaus wird auch ein Einblick über neueste Entwicklungen zum Thema gegeben. Weiterhin besteht die Möglichkeit, mitgebrachte Videobeispiele zu analysieren und ggf. einzelne CO-OP-Vorgehensweisen praktisch zu vertiefen.

Inhalte: Vertiefen des CO-OP-Wissens und Erfahrungsaustausch (Check)

  • Erfahrungsaustausch
  • Videoanalysen
  • Ideenpool
  • Praktische Vertiefung
  • Neue Entwicklungen
Das Mitbringen von eigenen Fallbeispielen für den Vertiefungs-Tag (3. Tag), gerne auch als Videosequenzen, bereichert diesen Workshop sehr und wird erwartet!

Teil 1: Sa 3. Sept., 9.30 Uhr bis So 4. Sept. 2022, 16.00 Uhr Teil 2: Febr. 2023
Referentinnen: Stephanie Knagge, Iris Knipschild
Kursgebühr: 440,- EUR für 3 Tage mit insgesamt 24 UE

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PÄD19 22 Früherkennung und Prävention schulischer Lernstörungen bei Kindern in der Ergotherapie (9 UE)
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Lernstörungen haben weitreichende Folgen für die schulische, berufliche, emotionale und soziale Entwicklung der betroffenen Kinder. Da die Wurzeln von Lernstörungen oft schon im Vorschulalter zu suchen und zu finden sind, ist ein möglichst frühzeitiges Erkennen von Entwicklungsrisiken bereits in diesem Zeitabschnitt, spätestens zum Schulbeginn, von großer Relevanz. Von besonderem Interesse ist dabei die Erfassung und Förderung von Vorläuferfertigkeiten, die für den Erwerb von Lese- Rechtschreib- und Rechenkompetenzen grundlegend sind.
Viele der in der Ergotherapie behandelten Kinder weisen eine hohe Anzahl von Risikofaktoren für spätere schulische Lernstörungen auf ("Soft Signs"). ErgotherapeutInnen sind daher prädestiniert dafür, mit Vorschulkindern im Bereich Prävention von späteren Lernstörungen zu arbeiten. Zudem werden vermehrt Kinder im Vorschulalter mit dem Auftrag "Fit machen für die Schule" in die Praxen überwiesen.

Themen des Kurses:

  • Spezifische Basiskompetenzen des Lesens, Rechtschreibens und Rechnens bei Kindern im Vorschulalter anhand des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstandes
  • Darstellung der Risikofaktoren für schulische Lernstörungen im Vorschulalter: "Soft Signs", unspezifische, spezifische Prädiktoren
  • Möglichkeiten der Befundung/Testung von Vorläuferfertigkeiten des Lesens, Rechtschreibens und Rechnens
  • Befundung der mathematischen Vorläuferfähigkeiten mit einem, in Zusammenarbeit mit Dr. Barth, erstellten Screening (wird den TN nach dem Kurs zugemailt)
  • Präventive Möglichkeiten und Ansätze zur Verhinderung späterer Lernstörungen innerhalb der pädiatrischen Ergotherapie
Praktische Erprobung von entsprechenden Behandlungssequenzen und Filmbeispiele vertiefen die Seminarinhalte.
Die unterschiedlichen Beobachtungs-/Screeningbögen werden den TeilnehmerInnen nach dem Seminar für die direkte Anwendung in der praktischen Arbeit zugemailt.

Do 8. Sept. 2022, 9.30 bis 17.30 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten, Iris Knipschild
Kursgebühr: 155,- EUR

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PÄD20 22 Ergotherapie bei visuellen Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen (12 UE)
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In der Literatur wird der Begriff "Visuelle Wahrnehmungsstörungen" nicht einheitlich verwandt. Es gibt hier viele unterschiedliche Begriffe: visuell-räumliche Störung, visuell-konstruktive Störung, visuell perzeptive Störung, visuomotorische Störung, visuelle Störung. Alle laufen unter visuelle WS, haben aber einen etwas anderen Blickwinkel, beschreiben jedoch immer wieder ähnliche Kennzeichen. Daraus ergeben sich u. a. die Fragen: Was diagnostizieren wir überhaupt mit dem FEW-2/ dem FEW-3? Was für eine Relevanz haben diese Befunde für den Alltag?

Daher werden wir im Seminar folgende Fragen klären:

  • WAS sind visuelle Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen?
  • WORAN kann man sie erkennen?
  • WIE kann man sie befunden?
  • WORIN liegt ein Zusammenhang zwischen visuellen WS und Lernstörungen - gibt es diesen überhaupt?
  • WELCHE Therapiemöglichkeiten gibt es?
Im Seminar wird eine Einordnung der verschiedenen Begrifflichkeiten in Bezug zum ergotherapeutischen Befund (inkl. FEW-2 Ergebnissen) vorgenommen. Die Auswirkung der Störungsbilder auf die Partizipation der Kinder in der Schule und häuslichem Umfeld werden geschildert.

Themen des Seminars:

  • Entwicklung des visuellen Systems und der visuellen Wahrnehmung
  • Einordnung der unterschiedlichen Bezeichnungen im Bereich der visuellen Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen
  • Befundung der visuellen Wahrnehmungsleistungen
  • Welche Rolle spielt der FEW-2/FEW-3 bei dieser Diagnostik
  • Räumlich-konstruktive Störungen als Teilbereich umschriebener Lernstörungen
  • Behandlungsansätze bei räumlich-konstruktiven (v.a. mit dem Therapieprogramm "KLABAUTER") für Kinder ab dem Vorschulalter
  • Kurzer Überblich über Therapiemöglichkeiten bei visuell-perzeptiven Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen
Die Möglichkeiten der praktischen Umsetzung werden an Hand von Videobeispielen demonstriert und während des Seminars gemeinsam erarbeitet.

Fr 9. Sept., 9.30 Uhr bis Sa 10. Sept. 2022, 13.00 Uhr
Referentinnen: Inge Esser, Nora Bilke
Kursgebühr: 215,- EUR

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PÄD21 22 Einführung in die Sensorische Integrationstherapie (18 UE)
- PÄDergo - coronabedingt z.Z. nur auf Warteliste zu buchen

In diesem Einführungsseminar wird das Konzept der Sensorischen Integrationstherapie vorgestellt.
Gerade in den letzten Jahren sind zahlreiche internationale Studien zu unterschiedlichen Fragestellungen rund um die SI und zur Effektivität der SI-Therapie veröffentlicht worden. Auch die Stellungnahme der Neuropädiater zur SI wurde 2017 überarbeitet und veröffentlicht (http://www.dgspj.de/wp-content/uploads/service-stellungnahme-si-2017.pdf)
Dies zeigt den hohen Stellenwert, den diese Therapiemethode nach wie vor hat, wenn sie gezielt eingesetzt wird und sich an den Alltagsproblemen des Kindes/der Familie orientiert.

Inhalte des Seminars sind:

  • Einführung in das Konzept der Sensorischen Integration
  • Überblick über die Sinnessysteme und das ZNS
  • Störungsbilder der SI analog zu den aktuellen Klassifizierungen
  • Möglichkeiten der Befundung anhand von kriteriengeleiteten Beobachtungen
  • Die Fidelity-Kriterien in der SI-Behandlung
  • Möglichkeiten der Alltagsstrukturierung nach SI-Prinzipien/ Themen der Elternberatung.
Ergänzt werden die Kursinhalte durch Selbsterfahrungsübungen und zahlreiche Videofallbeispiele.

Sa 29. Okt., 9.30 Uhr bis So 30. Okt. 2022, 16.00 Uhr
Referentinnen: Iris Knipschild, Lisa Müller
Kursgebühr: 270,- EUR

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PÄD22 22 Kindliche Entwicklung
Kriterien zur Befundung von Entwicklungsauffälligkeiten (8 UE)
- PÄDergo - coronabedingt z.Z. nur Warteliste verfügbar

Bei der Analyse der Betätigungs- und Partizipationsprobleme, gerade bei jüngeren Kindern, stellt sich oft die Frage, ob diese Probleme Hinweise auf zugrundeliegende Entwicklungsauffälligkeiten sind. Denn insbesondere bei einem klientenzentrierten Ansatz ist es wichtig, individuelle Stärken und Schwächen im Interventionsprozess zu berücksichtigen. Vor diesem Hintergrund können dann therapeutische Bezugsrahmen und Methoden zielgerichtet ausgewählt werden. Auch der Dialog mit den Eltern wird durch dieses Wissen erleichtert.
Gerade bei jungen Kindern, die mit vielen gängigen Testverfahren noch nicht zu untersuchen sind, bieten das "Grenzsteinkonzept der kindlichen Entwicklung" (Michaelis 2010, 2013) ein gut anwendbares Assessment zur Beurteilung evtl. Entwicklungsauffälligkeiten. Die "Grenzsteine" ermöglichen eine Vereinfachung des interdisziplinären Austauschs mit Kinderärzten und pädagogischen Fachkräften, da auch diese Berufsgruppen dieses Instrument anwenden/kennen.
In diesem Seminar soll u. a. anhand von Videofallbeispielen das Grenzsteinkonzept kindlicher Entwicklung in den o. g. Bereichen vorgestellt werden. Die grob- und feinmotorische, kognitive, sprachliche und sozial/emotionale Entwicklung in den ersten Lebensjahren wird im Kurs thematisiert.

Ein von INSIGHT entwickelter Beobachtungsbogen zur kriteriengeleiteten Beobachtung von Kindern zwischen 4 und 6 Jahren inkl. Auswertungshinweisen wird im Seminar anhand eines Videofallbeispiels vorgestellt und den TeilnehmerInnen nach dem Kurs zur Verwendung in der eigenen therapeutischen Arbeit zugemailt.

Do 8. Dez. 2022, 9.30 bis 17.00 Uhr
Referentinnen: Erika Neugebauer, Iris Knipschild
Kursgebühr: 150,- EUR

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PÄD23 22 Gesprächsführung mit Eltern - auf dem Weg zum Coaching (8 UE)
- PÄDergo - coronabedingt z.Z. nur auf Warteliste buchbar

Ohne die Kooperation der Eltern ist eine Therapie nur bedingt wirksam, da nur durch sie eine Übertragung der erarbeiteten Fertigkeiten in den Alltag gewährleistet werden kann.
Häufig sind Ergotherapeuten in ihrer pädiatrischen Arbeit jedoch damit konfrontiert, dass Eltern die zahlreichen Hinweise und Tipps zum Umgang mit den Kindern im Alltag nicht umsetzen. Manchmal geschieht dies, weil unsere "Ratschläge" für die Eltern nicht kompatibel genug für die alltäglichen Abläufe zu Hause sind.
Daher ist es wichtig, über reflektive Fragen ("W"-Fragen) zum einen die Problemsituationen genau zu erfassen, zum anderen die Eltern auf dem Weg zu eigenen Lösungsstrategien zu begleiten. Diese Lösungsstrategien werden dann von den Eltern auch wirklich im Alltag erprobt.
In diese coachenden Elterngespräche fließt aber durchaus auch unser ergotherapeutisches Expertenwissen mit ein. Häufig geschieht dies im Sinne einer Aufklärung über die kindspezifischen Faktoren und deren Einfluss auf die Betätigungen im Alltag (Psychoedukation).

Themen des Seminars:

  • Überblick über die in der pädiatrischen Ergotherapie geführten Gespräche
  • Grundlagen der klientenzentrierten Gesprächsführung
  • Das PEO-Modell in der Elternarbeit
  • "Reframing", als Möglichkeit den Blick der Bezugspersonen auf das Kind positiv zu verändern
  • Einführung in den Einsatz der reflektiven Fragen Gesprächstechniken ("W - Fragen")
  • Übungsfälle und Arbeitsgruppen zur Erprobung der "W"-Fragen
  • Vermittlung von kindspezifischen Faktoren, z.B. beim Umgang mit Trotz, Essens- und Schlafproblemen, Problemen bei den Hausaufgaben.
Die im Seminar vermittelten Vorgehensweisen können auch sehr gut auf die Intervention mit älteren Kindern und Jugendlichen und auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit pädagogischen Fachkräften übertragen werden.

Fr 9. Dez. 2022, 9.30 bis 17.00 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten, N.Nr
Kursgebühr: 150,- EUR

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PÄD24 22 Grundlagen des ergotherapeutischen Befundes in der Pädiatrie anhand des CPPF-Prozessmodells:
Betätigungsorientierte Befunderhebung: COPM, Anamnese, Betätigungsanalyse, Auswahl der Befundinstrumente, Befundzusammenstellung, SMART-Ziele, Berichterstattung (16 UE)
- PÄDergo - coronabedingt z.Z. nur auf Warteliste buchbar

Basis einer erfolgreichen ergotherapeutischen Intervention ist eine betätigungsorientierte und klientenzentrierte Befunderstellung.
Daher werden wir uns im Kurs mit folgenden Themen auseinandersetzen:

  • Kurze Einführung in das klinische Reasoning und in das kanadische Prozessmodell CPPF (Canadian Practice Process Framework), das den weiteren Ablauf des Seminars strukturieren wird
  • COPM als Instrument zur betätigungsorientierten Zielsetzung und Messinstrument für Ergebnisse und als Grundlage für den betätigungsorientierten Befund in der Pädiatrie
  • Formen der Anamneseerhebung in der Pädiatrie: Welche Bereiche der bisherigen Entwicklung müssen abgefragt werden? Wie gehe ich mit den gewonnenen Daten um?
  • Betätigungsanalyse: Wichtige Prinzipien in der Durchführung
  • Gezielte Auswahl eventuell zusätzlich einzusetzender Testverfahren, kriteriengeleiteter Beobachtungen, Screenings, um das Performanzproblem des Kindes zielgerichtet erkennen, benennen und behandeln zu können
  • Wie können die "Befund-Puzzlesteine" zu einem ergotherapeutischen Gesamtbefund zusammengefasst werden?
  • Verknüpfung des Überweisungsauftrags des Arztes mit der Alltagsproblematik/den Betätigungsperformanzproblemen des Kindes
  • Entwicklung von betätigungsorientierten Zielen mit Kind/Eltern/Schule/Kindergarten analog zu den SMART-Regeln, damit die Ziele konkret und überprüfbar sind
  • Vorstellung des, an die ICF-CY angelehnten, INSIGHT-Befundschemas, dass den Schritt der Interpretation der Test- und Beobachtungsergebnisse übersichtlich gestaltet und die Befundzusammenstellung erleichtert
  • Formen der Berichterstattung an den Arzt.

Alle im Seminar verwendeten Dokumentationsbögen (Anamnesebogen, ICF-Befundbogen, Befundcheckliste, Zieltabellen etc.) werden den TeilnehmerInnen nach dem Kurs zur Verwendung in der eigenen praktischen Arbeit zugemailt.

Sa 10. Dez., 9.30 Uhr bis So 11. Dez. 2022, 16.00 Uhr
Referentinnen: Erika Neugebauer, Nora Bilke
Kursgebühr: 270,- EUR

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PÄD25 22 Ergotherapeutische Interventionen bei Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen (24 UE)

Im Rahmen der Ergotherapie bei autistischen Kindern hat sich in den USA insbesondere die sensorische Integrationstherapie etabliert. 80 bis 90 % aller Menschen mit Autismus sind von sensorischen Modulationsstörungen betroffen (z.B. Schaaf 2011). Betroffene beschreiben häufig extreme Missempfindungen, Überempfindlichkeiten bis hin zu Schmerzempfindungen in unterschiedlichen Sinnessystemen. Diese Hyperreaktivität auf alltägliche sensorische Informationen und Ereignisse beeinflusst das Leben in der Schule, bei der Arbeit, im sozialen Zusammenleben und zu Hause. Die schwerwiegenden Auswirkungen dieser sensorischen Probleme auf den Alltag und auf das emotionale Wohlbefinden der autistischen Menschen hat dazu geführt, dass diese Symptome als ein Diagnosekriterium des "Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM 5)" aufgenommen wurden.
Nicht nur empirische Erfahrungen (Baumgarten & Röder 2008), sondern auch der derzeitige Forschungsstand (Schaaf et al. 2014, Watling & Hauer 2015) zeigen, dass durch die Sensorische Integrationstherapie mit autistischen Kindern das Familienleben erleichtert, schulisches Lernen verbessert und die Integration in das Arbeitsleben unterstützt wird. Zudem reduziert sich der individuelle Leidensdruck bei den Betroffenen enorm.

Im Seminar wird auch anhand von Fallbeispielen der konkrete Einsatz der SI-Methode in der Befundung/Intervention - vorrangig für Kinder mit Asperger- bzw. High-Functioning-Autismus dargestellt. Die Umfeldberatung (ET-Coaching) der Eltern, der Lehrer und anderer Erwachsener, die Teil des Lebens des autistischen Kindes sind, ist ein wichtiger Bestandteil der ET-SI-Behandlung und des langfristigen "Umfeld- und Alltagsmanagements" in der therapeutischen Begleitung (Bundy 2007, Dunn 2012). Auch dieser Prozess wird im Kurs praxisnah vermittelt. Zudem werden wichtige Themen im Hinblick auf die Inklusion von Kindern mit Autismus in der KITA/Schule besprochen.

Weitere Inhalte des Kurses:

  • Abgrenzungsmöglichkeiten zu anderen Störungsbildern, z.B. zu SI-Modulationsdysfunktionen
  • Überblick über weitere Behandlungskonzepte, die in der Ergotherapie mit autistischen Kindern eingesetzt werden (z.B. TEACCH)
  • Ergotherapeutische Behandlungsansätze für komorbid auftretende Probleme in der Grob- und Feinmotorik und in der Praxie
  • Das Konzept des "Storytellings": Social und Sensory Stories für Kinder und Jugendliche mit ASS
Kenntnisse in der SI-Therapie (mindestens eine SI-Einführung) werden für dieses Seminar vorausgesetzt.

Fr 16. Dez., 9.30 Uhr bis So 18. Dez. 2022, 16.00 Uhr
Referentin: Astrid Baumgarten
Kursgebühr: 370,- EUR

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